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    Pferdelandschaft (Foto: Matthias Scharf)

    Lange Zeit haben die Menschen Flüsse begradigt, Auen entwässert und mit Deichen vom Fluss getrennt. Das hat uns nutzbares Land gebracht, aber auch wichtige Fluss-Funktionen zerstört. Um Hochwasser- und Klimaschutz, Erholungsmöglichkeiten und Artenvielfalt an Flüssen wiederherzustellen, müssen wir die Auenflächen wieder mit dem Fluss verbinden und verhindern, dass Nährstoffe in die Gewässer geschwemmt werden. 

    Dabei werden in der heutigen Landschaft so viele Nutzungsansprüche an unsere Flüsse und ihre Auen gestellt, dass es oft gar nicht so leicht ist, alle unter einen Hut zu bekommen. Warum nicht also mal praktisch ausprobieren, wie sich Gewässer- und Hochwasserschutz und Landnutzung zusammenbringen lassen? 

    Im Projekt “Auenweiden” etablieren wir mit unserer Projektpartnerin Natura-2000-Station „Osterland“ eine flussgerechte Landwirtschaft im Überflutungsraum: Auf insgesamt 120 Hektar werden im Osten Thüringens Wilde Weiden  eingerichtet, eine Form der Landnutzung, die Natur- und Hochwasserschutz gleichzeitig voranbringt. 

    Zugleich ist auch der lange Name unseres Projekt Programm: “Blauer Biotopverbund im Einzugsgebiet der Weißen Elster”. Der Biotopverbund schafft in unseren zerschnittenen Kulturlandschaften sichere Wege, wichtige Verschnaufpausen, Möglichkeiten zur Orientierung und einen Lebensraum für wandernde Arten. Als langgestreckte lineare Ökosysteme mit einer verbindendenden Wirkung über große Distanzen spielen Flüsse eine besondere Rolle für den Biotopverbund

    Gerade in Mitteleuropa, wo zwei Drittel aller heimischen Arten in Flüssen und ihren Auen vorkommen, ist ein intakter Fließgewässer-Biotopverbund ein effektives Mittel gegen das Artensterben. 

    In einem Schwesterprojekt “Im Dialog den Fluss gestalten” widmen wir uns der Beteiligung von Akteur*innen vor Ort.